Archiv für den Monat: Februar 2009

Python ist Programmiersprache des Jahres 2008

Die Programmiersprache Python war in letzter Zeit Mehrfach Thema hier im Blog. Jetzt gibt es das passende Umfrageergebnis zu dieser Entwicklung: Bei einer Umfrage auf LinuxQuestions.org ist Python zur Programmiersprache des Jahres 2008 gewählt wurden.

Heise Developer berichtet über die Umfrage.

Dia für Windows 0.97-pre2 steht bereit

Es ist soweit: Endlich steht die neue integrierte Dia-Benutzeroberfläche auch unter Windows zur  Verfügung. Die zweite Vorschauversion von Dia 0.97 ist ab sofort erhältlich.

Über Rückmeldungen, ob die integrierte Benutzeroberfläche standardmässig vom Installationsprogramm aktiviert werden soll, würde ich mich sehr freuen.

Hans Breuer (und einige andere Dia-Entwickler) haben fantastische Arbeit geleistet. Ich werde einige der neuen Funktionen demnächst hier im Blog vorstellen.

Was würde Google tun?

Die Simpsons-Folge mit dem Homermobil, dass die Automobilfirma von Homers Halbbruder Herb ruiniert, ist legendär. In einem FAZ-Artikel vergleicht Harald Staun dieses Homermobil mit dem Googlemobil aus dem Jeff Jarvis-Buch “What Would Google Do?”. Das Googlemobil ist nicht weniger monströs, könnte aber erfolgreich sein – wenn es nach Jeff Jarvis geht.
Harald Staun merkt an, dass das Buch “alles andere als eine kritische Abrechnung” mit Google ist. Aber das ist auch nicht die Intention des Buches.
Die deutsche Version des Buches soll im April erscheinen.

GPS-basierte Maut in den Niederlanden

In den Niederlanden soll eine neue GPS-basierte Maut alle Abgaben und Steuern auf motorisierte Fahrzeuge ablösen. Den Anfang machen die LKWs ab 2011.

Die Tarife werden je nach Schadstoffemission, Route und Tageszeit variieren.

Die niederländische Verkehrsministerin erhofft sich dadurch eine Reduzierung und Entzerrung des Verkehrs.

Damit werden alle Abgaben auf motorisierte Fahrzeuge verbrauchsabhängig.

Der SPIEGEL berichtet weitere Details.

Ultrafiltration in der Wasserversorgung

Der Markt für Ultrafiltrationsanlagen wächst zusammen mit den Problemen, die Menschheit mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. Im Gegensatz zur Umkehrosmose, werden bei der Ultrafiltration keine Salze herausgefiltert. Deshalb muss der osmotische Druck nicht überwunden werden und die Energiekosten liegen deutlich unter denen der Umkehrosmose.

Trotzdem liefert die Ultrafiltration sehr sauberes Wasser, so werden beispielsweise Viren und Bakterien herausgefiltert.

Die ZEIT berichtet über einen Hersteller von Ultrafiltrationsanlagen, das deutsche Unternehmen inge watertechnologies AG aus Greifenberg.

Allerdings scheint die Ultrafiltrationstechnologie momentan nur dort wirschaftlich zu sein, wo Bauland sehr teuer ist. In diesen Fällen kommt der geringere Platzbedarf der Ultrafiltrationsanlagen im Vergleich zu klassischen Sandfiltern zum tragen.

Auch für den Hausgebrauch gibt es mittlerweile Ultrafiltrationsanlagen. Der “normale Versorgungsdruck” soll zum Betrieb ausreichen – erfahrungsgemäß ist allerdings der Versorgungsdruck gerade dort nicht normal, wo auch die Wasserqualität am schlechtesten ist. In diesen Fällen mag dann eine zusätzliche Pumpe in der Hausinstallation notwendig sein.

Open Source in Afrika

Telepolis berichtet in einem ausführlichen Artikel über freie und quelloffene Software in Afrika.

Auch in diesem Bericht nehmen die in Entwicklungsländern populären SMS-Applikationen und Bezahlung über Handy-Guthaben eine zentrale Rolle ein.

Interessant finde den “Freedom Toaster” – eine Brennstation, um freie Software und Inhalte auf CDs und DVDs zu brennen.

Ich frage mich natürlich, ob freie Software, zu der ich beigetragen habe, in Afrika verwendet wird. Die Statistiken von dia-installer.de weisen relativ wenige Besucher aus Afrika aus – verglichen mit dem Rest der Welt – ein Bild, dass mit den üblichen Stereotypen übereinstimmt.

Khat in Äthiopien

Khat, eine Droge, die die Entwicklung einiger der ärmsten Länder der Welt zum Erliegen bringt, war schon mehrfach Thema hier im Blog (“Die GTZ und das Khat”, “Khat in Dschibuti”).

Jetzt berichtet der SPIEGEL von Überlegungen in Äthiopien, die Droge zu verbieten.

Bei den “dicken Backen” auf den Bildern handelt es sich übrigens nicht um Bildmanipulationen – so sieht es wirklich aus, wenn die Konsumenten Khat kauen.

Twitter: Mit 140 Zeichen zum Web 2.0

Nicole Simon und Nikolaus Bernhardt haben ein Buch über Twitter bei Open Source Press veröffentlicht.
Das Buch richtet sich insbesondere an Twitter-Einsteiger, geht aber auch darauf ein, wie Unternehmen ihre Tweets gewinnbringend einsetzen können.

Staudämme und Erdbeben

Ob große Staudämme Erbeben auslösen können, wird schon lange diskutiert. Beim verheerenden Erdbeben in Sichuan lag das Epizentrum nur 550 Meter vom Zipingpu-Staudamm entfernt. Ein Indiz, das die These bestätigen könnte. Da Erdbeben sich bisher kaum exakt vorhersagen lassen und es sich bei katastrophalen Erdbeben und großen Staudammbauten um eher seltene Ereignisse handelt, bleibt alles weitere Spekulation.

Nun ist der im Bau befindliche Drei-Schluchten-Damm mehr als hundert mal größer*) als der Zipingpu-Damm und liegt in einem ausgewiesenen Erdbeben-Gebiet. Im Falle eines Dammbruchs wären Millionen Menschenleben in Gefahr. Auf ein Erdeben der Stärke 7 ist der Damm bemessen – aber wer garantiert, dass es nicht Stärke 8 wird wie im Fall von Sichuan?

Ein Bericht des SPIEGEL enthält weitere Details. Blogeintrag zum Erdbeben in Sichuan.

*) 39,3km³ Gesamtstauraum statt 0,3km³

Oasys: Umkehrosmose mit Zuglösung spart Energie

Zugegeben, eine furchtbar komplizierte Überschrift. Unter Meerwasserentsalzung hätte sich jeder etwas vorstellen können.

Aber Umkehrosmose?

Die Umkehrosmose ist die Technik, die in der Regel zur Meerwasserentsalzung genutzt wird.

Und die Umkehrosmose verschlingt viel Energie – deshalb ist sie so teuer. Die junge Firma Oasys hat jetzt ein Verfahren entwickelt, dass den Energieaufwand für die Umkehrosmose durch den Einsatz einer sogenannten Zuglösung deutlich senkt.

Allerdings will die Firma zunächst den Markt der Abwasserbehandlung statt des Trinkwassermarktes bedienen – vermutlich um keine Diskussionen über Reste der Zuglösung im gereinigten Wasser aufkommen zu lassen.

Und deshalb die komplizierte Überschrift. Denn zur Meerwasserentsalzung soll die neue Technik ja zunächst nicht dienen.

Technology Review berichtet weitere Details.